Griechenland – Athen und das neue Jahr

Griechenland – Athen und das neue Jahr

Kaum haben wir uns umgeschaut und die 7 Wochen, die wir uns zum regenerieren genommen haben sind vorbei. Wie man so schön sagt: das Beste kommt zum Schluss. Und zum Schluss bekommen wir Besuch aus der Heimat. Also machten wir uns auf zum Flughafen nach Athen um Jennys Schulfreundin abzuholen. Da hier zwei Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liegen, haben wir entschlossen, die kleine Fahrt mit einer Besichtigung von Korinth und Athen zu verbinden.

Und irgendwie ist das Schicksal auf unserer Seite. Kurz vor diesem “Termin” hat unsere Wohnraumbatterie seine Dienste erfüllt und ging in Frührente. Ein herber finanzieller Einbruch, aber Glück im Unglück haben wir hier gehabt. Ein Pärchen, das wir bereits in Bosnien kennengelernt haben und das jetzt in der Nähe von uns steht, hat ein ähnliches Problem. Jedoch sind die beiden mit einem LKW unterwegs und haben zwei von diesen Batterien. Wobei sich eine verabschiedet hat. Die Andere wäre samt der zweiten abgegeben worden und ist jetzt unser neuer Begleiter und spendet uns Licht, Wasser, Wärme und kühle Lebensmittel. Vielen Dank nochmals dafür an Torsten und Angela.

Um die Batterie abzuholen machten wir einen kleinen Schlenker nach Gythio und wurden hier von den Beiden und einem deutschen Pärchen, welches sich in Griechenland niedergelassen hat mit Cafe und Süßigkeiten empfangen. Es hätte uns deutlich schlechter treffen können 🙂

Gestärkt machten wir uns auf die Reise nach Korinth und nahmen die Autobahn. Das Mautsystem in Griechenland ist vom Gefühl eins der undurchdachtesten, das wir kennen. Zuerst sind die Autobahnen wohl die teuersten in ganz Europa und man hält ca. alle 30km und muss die Gebühren zahlen. Hier gibt es deutlich bessere Alternativen aber klar, das jetzige System zu ändern würde wohl einen finanziellen Kollaps bedeuten. Ich würde sogar diese Problematik auf weitere politische und gesellschaftliche Themen in Griechenland ausweiten. Nicht umsonst gibt es seit Eintritt in die Eurozone nur Verlierer in der mittleren Gesellschaftsschicht. Oder würdet ihr euch in Deutschland freuen. wenn eure Rente um 60% von heute auf morgen gekürzt wird?

Also investierten wir etwas Geld in die griechische Infrastruktur und konnten den Kanal von Korinth noch vor dem Sonnenuntergang betrachten. Es ist schon imposant, wozu der Mensch fähig ist und wie wir in die Natur eingreifen können.

Am nächsten Tag holten wir den Besuch in Athen vom Flughafen ab und begaben uns direkt in die Athener Innenstadt. Das direkt wurde etwas zu ernst genommen. So ein Verkehrsstau hatten wir schon lange nicht und als die Nerven so langsam nachgaben, konnten wir es kaum fassen. Wir standen Mitten in der Fußgängerzone von Athen und eine unaufhörliche Menschenmasse umschloss uns von links und rechts. In solchen Fällen kann man nur die Ruhe bewahren und es zahlte sich aus. Mit Hilfe der Polizei kamen wir aus diesem Strom raus und mussten nur noch einen Parkplatz finden. Nach ca. 2 Stunden fanden wir dann im chinesischen Viertel eine freie Lücke und freuten uns wie die Schneekönigin 🙂

Da wir schon lange keine Städte mehr besichtigt haben, freuten wir uns doch schon ein wenig. Und wir wurden nicht enttäuscht. Irgendwie hat man in Athen das Gefühl, dass sich hinter jeder Ecke eine historische Ausgrabung befindet. Die Akropolis ist sogar ein Muss. Wen die alten Steine und die Denkmäler nicht begeistern, der wird spätestens durch den Ausblick belohnt. Selbst jetzt im Winter waren extrem viele Touristen unterwegs und die Steine auf denen man läuft verraten die Menge, die bereits hier war. Alles ist butterweich und es gibt keinen Stein der noch scharfe Ecken und Kanten hat.

Gestärkt mit dem besten griechischen Essen machten wir uns am Abend in unsere Bleibe auf Zeit.

Von hier aus unternahmen wir einige Ausflüge wie zum Beispiel zu den Wasserfällen von Polylimnio. Eine wunderschöner Landschaft, die zum Wandern einlädt und besonders im Sommer bestimmt eine schöne Abkühlung verspricht.

Das neue Jahr beschlossen wir dann am Strand zu feiern. Mit vielen anderen Reisenden wurde viel gequatscht und am Lagerfeuer der Rest des Jahres mit Wärme genossen. Es war mal was anderes Sylvester ohne ein Feuerwerk zu genießen und wir feierten mehrere Zeitzonen bis die letzten Globetrotter in Ihren fahrenden Häusern verschwanden.

In dem Sinne wünschen wir allen ein frohes Neues Jahr 2020.

Mögest du immer Rückenwind haben und stets Sonnenschein im Gesicht. Und mögen die Schicksalsstürme dich hinauftragen auf das du mit den Sternen tanzt!

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blinkysreiseAnneAnselmHellaLizbeth Recent comment authors
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AnneAnselmHellaLizbeth
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AnneAnselmHellaLizbeth

Hey Hey, Kalimera und viele Grüße aus Fankreich von der “anderen Familie”. 🙂
Wie ich hier lesen kann, geht es euch gut und ihr habt Griechenland weiter unsicher gemacht.
Wir waren zwischendurch in Deutschland und hatten einiges zu organisieren – deutsche Bürocrazy.
Das neue Jahr begann für uns alle mit einer heftigen Viruserkältung und auch unser Fahrzeug hatte “gesundheitliche” Probleme mit der inneren Wärme.
Nun sind wir seit einer Woche wieder im Reise-Modus. Noch 2 Fahrtage und wir begrüßen den Atlantik…am 24.1. legt unsere Fähre nach Teneriffa ab.
Lasst es euch gut gehen und bleibt schön gesund!
Tschöööööööööö