Montenegro und Albanien – Möge die Regenschlacht beginnen

Montenegro und Albanien – Möge die Regenschlacht beginnen

Eigentlich ist es schade, dass wir diese beiden Länder in einem Blogeintrag abfertigen. Denn wir sind uns sicher, gerade was Albanien angeht, dass diese Länder durchaus ein interessantes Reiseziel sind. Leider kam uns etwas Regen in die Quere und erschwerte das Reisen und Leben im Camper auf eine besondere Art und Weise. Hier mussten wir uns auch eingestehen, dass wir mit den beiden Kindern und den 3 Tieren für einen längeren Aufenthalt im Dauerregen nicht perfekt ausgestattet sind. Und spätestens nach einem Tag in der Blechdose sind wir Freigeister auch stimmungstechnisch nicht immer in bester Verfassung 🙂

Glück im Unglück lernten wir in Montenegro eine Familie aus Berlin kennen, die ein ähnliches Schicksal teilte und wir beschlossen, uns dieses zeitweise gemeinsam zu teilen. Geteiltes Leid ist immerhin halbes Leid. Aus dem flüchtigen Kennenlernen, ergaben sich dann mehrere Tage und Länder, die wir auf unseren gemeinsamen Reisen miteinander verbrachten.

So versuchten wir zusammen, dass Beste aus diesem Wetter zu machen und die Aktivitäten so gut es geht nach außen zu verlegen. Als wir dann kleidungstechnisch an die Grenzen kamen, mieteten wir uns eine gemeinsame Unterkunft, um neue Kraft zu tanken und den Matsch unter den Schuhen zu beseitigen.

Der Regen wollte in dieser Zeit kaum nachgeben. Wir müssen auch sagen, dass wir vom Wetter in den letzten Wochen sehr verwöhnt waren und so nahmen wir das Schicksal gerne an. Interessanter Weise und zum Glück mit einigem Abstand, konnten wir unseren ersten Tornado sehen und so viel vorweg: es war nicht der Letzte.

Anhand unserer Fotos kann man gut sehen, dass wir von den Ländern nicht das wahrnehmen konnten, was wir gerne getan hätten. Dieses hängt auch mit dem Reisetempo zusammen, das noch schneller Richtung rettenden Süden verknüpft war. Die schönen Tage nutzen wir um mal durchzuatmen und die Länder zu genießen. Die schlechten Tage waren dann zum reisen reserviert.

Aber interessanter Weise sind wir auch an diesem Ziel angekommen, wo der pauschale Massentourismus an seine Grenzen kommt und die Menschen, nicht nur auf das Portemonnaie des Besuchers gucken. Unsere erste Nacht in Albanien verbrachten wir vor einer Moschee. Morgens wurden wir dann wie erwartet vom Gesang des Muezzins geweckt. Da es jedoch noch zu früh zum Aufstehen war, drehten wir uns um und dösten bis Glockengeräusche uns aus dem Bett lockten. Aus dem Fenster beobachteten wir, wie eine Herde Schafe an uns vorbei zog. Als wir uns dann aufmachten, das Auto und uns für die Weiterfahrt vorzubereiten, kam ein Bauer mit einer Schubkarre voll Granatäpfel auf uns zu und gab uns so viel er geben konnte. Mit den Wort “Felemenderet” und vielen Gesten konnten wir in dieser Situation kommunizieren. Sehr wenig in Vergleich dazu, was auf Englisch und Deutsch geht. Jedoch war die Geste des Bauern sehr verständlich und wir fühlten uns vom Land herzlichst begrüßt 🙂

Bestimmt ist dem Einen oder Anderem aufgefallen, dass das Design der Homepage sich verändert hat. Hier gilt ein großer Dank einem niederländischen Pärchen, dass wir in der Nähe von Elbasan kennen gelernt haben. Nach einem Abend mit Bierchen und einer Lehrstunde mit Elementor, kam ich auf die Idee, die Seite etwas individueller zu gestalten und habe seitdem ein Hobby mehr auf Reisen.

Leider bleiben viele kleine Storys auf der Strecke, wie die Begegnungen mit anderen Straßentieren, Truthähnen, Schweinen und Rindern auf der Straße uvm. was vor allem auch Anastasia kurios findet, da deutsche Autofahrten sowas nicht zu bieten haben. Aber wir hoffen wir können euch und uns in Zukunft insbesondere mit diesen kleinen Geschichten bereichern. Die nächsten kommen aus Griechenland, wo wir bereits einiges erlebt und durchlebt haben.

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Herzliche Grüße aus dem vorweihnachtlichen und auch regnerischen Westerwald. Euer Bericht erinnert mich ein wenig an meinen Sardinientrip im Mai 2018 – 1 Woche Dauerregen bei 16 Grad – kann auch im Nugget ein Herausforderung werden…;-)))
Grüße aus dem LiloMobil