Kroatien – zwischen Steinen und Meer

Kroatien – zwischen Steinen und Meer

Zurzeit kommen wir mit dem Schreiben nicht
hinterher und so hat es sich ergeben, dass ich heute aus einem albanischen Cafe
schreibe.
Wir haben uns sehr auf Kroatien gefreut und
wollten unsere ersten Erlebnisse vor 5 Jahren in Kroatien auffrischen und mehr
Zeit in dem deutschen Urlaubsziel verbringen. Mit bestem Wetter und fast leeren
Stränden empfing uns Kroatien.
Nachdem wir unser erstes Ziel in Rijeka ein
Decathlon ansteuerten und uns sortierten wollten wir einen schönen Platz
finden. Nicht nur für uns auch für unsere Kinder um anzukommen und das doch
kontinuierliche Weiterfahren zu entschleunigen. Uns kam der Tipp von Wernen
einer Halbinsel mit der Stadt Murter in den Sinn. Und wir wurden nicht
enttäuscht, also nicht vom Land.
Die Halbinsel, Natur und das Meer ist
wirklich atemberaubend. Das Meer glänzt in Azurblau und lädt auch in der
Nachsaison zum Baden ein. Klar gibt es einige Einschränkungen wie Steinstrand
oder Seeigel aber wer den ersten Schritt überstanden hat badet im
kristallklaren Wasser.
Nur irgendwie fehlte etwas am Platz mit
Meerblick in einer schönen Bucht das gewisse Etwas. Die Menschen auf diesen
halbillegalen Stellplatz waren definitiv nicht auf unsere Wellenlänge. So
verließen wir diesen Ort mit der Hoffnung auf Menschen mit denen wir uns
austauschen konnten und auch etwas Beschäftigung für Anastasia.
In der Nähe von Sibenik nach einem etwas
steinigen und holprigen Weg fanden wir einen schönen Platz der uns mit offenen
Armen empfing. Wir lernen ein deutsches und französisches Pärchen und
verbrachten eine schöne Zeit, die uns mal wieder den Sinn des Reisens offen
legte. Anastasia fand auch einen Spielgefährten. Zwar war es kein Kind sondern
der spielfreudige Hund des französischen Pärchens. Aber das war ihr egal. Nach
der Zeit waren zwar all ihre Knie vom steinigen Boden offen aber sie war mehr
als glücklich den ganzen Tag zu spielen 🙂
Auf dieser Reise haben wir bisher nie das
Verlangen verspürt Sideseeing zu machen oder irgendwelche Museen zu besuchen.
Für den Moment widmeten wir der Kinderunterhaltung diesen Teil. Doch an diesem
Ort haben wir auf der anderen Seite der Seezunge zwei Höhlen gesehen, die sehr
interessant aussahen und wir wollten auf der Weiterfahrt etwas mehr darüber
erfahren. Bei diesen Höhlen handelt es sich um U-Bootbunker die im Halbkreis in
einem Felsen gebaut worden sind. Alleine die bautechnische Vorstellung ist
imposant. Auf den Weg zu den Bunkern endeckten wir jede Menge
Hinterlassenschaften aus der Kriegszeit. Es ist schrecklich zu sehen in welchen
Ausmaßen gedacht worden ist und was Menschen für solch eine Extremsituation
benötigen. Wir hoffen, dass wir das Alles nie nochmal benötigen werden.
Wir fühlten uns in Kroatien manchmal fast
wie in Deutschland. Die Preise gleichen unseren und die Menschen können oft
deutsch sprechen. Und so entschlossen wir uns langsam weiter Richtung Süden und
unseren Winterziel Griechenland zu ziehen. Es ist schwierig all die
Impressionen und Erlebnisse in dieser Zeit zu verarbeiten und hier
aufzuschreiben. Auch wenn nicht viel Zeit zwischen Abenteuer und Blogeintrag
liegt geschieht im Moment sehr viel. Wir haben nicht nur das Gefühl sondern
merken, dass wir bereits in dieser kurzen Zeit mehr Erlebnisse, Abenteuer,
Familienmomente, Beziehungsmomente und persönliche Entwicklung  als in einem Jahr „Alltagsleben“. Vielleicht
sollte ich also das Schreiben und die Art und Weise der Aufzeichnung dieser
Momente überdenken. Vielleicht aber auch nicht.
Bis dahin mit den besten Grüßen aus dem
verregneten Albanien

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